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Zum Ende der Seite springen "Radieren" mit dem "Mikrofräser"
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nibby
unregistriert
"Radieren" mit dem "Mikrofräser" Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das Radieren von Strukturen ist eine anspruchsvolle Aufgabe und man kann eigentlich nie genug Radierer und "Radiermethoden" haben.

Der einfache Radierer ist meist ungenau bzw. hinterlässt oft zu breite Streifen und unscharfe Ränder. Eine Verbesserung geben Radierstifte bzw. es ist möglich harte Radierer schräg anzuschneiden, um schärfer und genauer zu arbeiten. Aufgrund der notwendigen Radierbewegung sind Punkte aber auch so nur schwer zu erzeugen, Linien sind aber schon ganz gut möglich.

Der nächste Schritt sind Elektroradierer, die auch ein punktuelles arbeiten erlauben, doch aufgrund der Breite der Radiereinsätze für feinere Arbeiten oft schlecht geeignet sind.
Statt zu radieren kann man natürlich auch z.B. mit einem Skalpell schaben, doch wird hier wiederum das Papier leicht verletzt.

Eine weitere Alternative sind die "dremelartigen" Mikrofräser, nur braucht man da die richtigen Einsätze, um sich nicht gleich bei der ersten Papierberührung durchs Papier zu bohren.

Auf einem Seminar hatte Meinrad mal den Tipp gegeben sich elastische Polierkörper anzuschauen er hätte da gute Erfahrungen mit den Mikroteilen aus dem Dentalbereich gemacht, um interessante Effekte zu erzeugen.

Ich habe mir sowas mal besorgt. Im Gegensatz zu den Bauhaus-Werkzeugen sind die Abmaße der Dentalwerkzeuge kleiner und der Rundlauf besser, so dass erstaunlich genau gearbeitet werden kann. Als Motor wind die dremelartigen Mikrofräser aus dem Heimwerkerbedarf nutzbar. Ich z.B. habe einen von Proxxon in Gebrauch. Um den Polierkörper bequemer handhaben zu können, ist eine biegsame Welle empfehlenswert. Luxusausstattung wäre so ein Teil, welches zusätzlich eine Geschwindigkeitsregelung über Fußschalter hat. Die Aufnahme sollte Stifte von 2,35mm halten können, das ist der Standard der Dentalwerkzeuge.

An elastischen Polierkörpern gibt es verschiedene Größen, Formen und Körnungen. Mit den Spitzen kann man feine Punkte setzen mit den Scheiben, Kelchen und Linsen sind sehr feine Linien möglich. Da es "Polier-" und keine "Schleif-" körper sind, ist der Abtrag sehr gering, man kann sich daher langsam auch durch dickere Farbschichten Arbeiten. Mit den gerundeten Kegeln lassen sich so auch gut weiche Kanten erzeugen.

Natürlich gibt es viele Unterschiede wischen den Einsatzen, allgemein gilt:
Grobe Körnung = schneller Abtrag und harte Kanten
Feine Körnung = langsamerer Abtrag und weichere Kanten
Spitze und gebogene Einsätze – gut für Punkte und kleine Bereiche (z.B. Highlights)
Flache Einsätze und Kanten – gut für Linien (z.B. Haare)

Der bisher größte von mir festgestellt Nachteil ist der Staub, der sich gerne in den umliegenden Papierunebenheiten festsetzt. Da hilft pusten mit der Preßluft bzw. leichtes Tupfen mit einem Knetradierer.

Die größten Vorteile sind das sehr papierschonende Arbeiten (feinere Linien als mit Skalpell möglich ohne das Papier aufzureißen) und das auch mit dickeren Farbschichten.

Viel Spaß beim Experimentieren

LG

nibby

nibby hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
Mikrofraeser.jpg Polierkoerper.jpg

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nibby: 28.04.2012 02:44.

28.04.2012 02:30
Clochard
Schreiberlehrling


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Dabei seit: 31.05.2009
Beiträge: 97

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Noch praktischer für den der einen guten Kompressor mit min. 7bar Leistung hat, Microdruckluftschleifer, bei einigen Onlinehändler für ca. 20€ im Set zu erhalten.

Clochard hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
schleif.jpg



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Gruß
Clochard
28.04.2012 08:04 Clochard ist offline E-Mail an Clochard senden Beiträge von Clochard suchen Nehmen Sie Clochard in Ihre Freundesliste auf
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