Posts by Hellhamster

    so als Laie mal ein paar Gedanken von mir dazu...


    Wichtig ist bei extrem dünnen Linien:


    1. Das Aufnahmemedium, also ein Papier das die Farbe schnell aufnimmt.
    2. Eine sehr kleine Düse, also z.B. 0,15mm
    3. Eine Farbe die auch gut durch so eine kleine Düse versprüht werden kann.


    Alles andere, also pistolentechnisch ist ab einem Preis von 70,- Euro eigentlich meiner Meinung nach von jeder Spritze zu schaffen.
    Am wichtigsten ist das richtige Verhältnis von Farbviskosität, Luftdruck, Farbzugabe und Abstand der Düse zum Aufnahmemedium. Wenn das alles stimmt, macht man auch mit einer 0,3mm Düse feinste Linien.


    Sofern Du dies alles schon wusstest und erfolgreich anwendest, könntest Du in Deinem Fall evtl. über die H&S Infinity nachdenken. Die ist NICHT besser als die Evo, es sind dieselben Nadeln und Düsen verbaut. Aber der Farbhebel ist anders gefertigt und erlaubt die genauere Dosierung im Feinstbereich.



    Soweit meine Gedanken. Bestimmt hat noch wer gute Empfehlugen und Begründungen zu spezifischen Pistolen.

    Bei korrekter Installation geht an der Hauselektronik gar ix kaputt, bei KORREKTER Installation. Normalerweise werden 16A Sicherungen verbaut, und dazu passende Kuperkabel mit 2.5mm². Diese Kabel vertragen mehr Strom als der Auslösemechaismus der Sicherung. Wenn allerdings 1.5mm² Kabel bei 16A Sicherung verlegt worden sind, ist es zumindest vorstellbar das ein Kabel durchgeglüht ist bevor die Sicherung eingreifen konnte.
    Aus diesem Grund darf eigetlich auch nur ein Fachmann elektrische Arbeiten vornehmen, da man sowas einfach wissen muss. Ist aber alles korrekt installiert, fliegt die Sicherung oder die FI und das wars.


    Was KÖNNTE passiert sein... Wenn der Kompressor einen Defekt hatte und aufgrund diesem und fehlender eigenen Sicherung einen enorm hohe Strom aus der Leitung zieht (Kurzschluss oder festklemmender Kolben ohne Abschaltsicherung), dann überlastet dies das Hausnetz. Jetzt sollte die Sicherung fliegen, oder das Kabel durchschmoren das den geringsten Querschitt hat, falls die Sicherung zu hoch bemessen wurde.
    Ein Kurzschluss in der Hauselektrik kann Deinen Kompressor nicht beschädigt haben. Bei einem Kurzschluss fliegt die Sicherung oder das Kabel geht kaputt, aber der Endverbraucher am Ende der Leitung kriegt davon nicht zu viel Saft ab. Anders sieht es bei Überspannung aus, z.B. bei Blitzeinschlag. Bevor die träge Sicherung auslöst, hat der Verbraucher meist schon ne tödliche Dosis verpasst bekommen. Das wäre ebenfalls eine Möglichkeit.
    Auch theoretisch eine Möglichkeit wäre, das mehr als eine Sicherung geflogen ist, und die defekten Steckdosen an einer noch nicht ersetzten Sicherung hängen die nur heile aussieht. Gerade bei Schraubsicherungen kann das passieren.



    Um etwas zum grün leuchtenden Schalter zu sagen... Nun ja, der Schalter selbst bekommt also Strom. Aber wie ist Dein Kompressor verkabelt? Ich tippe momentan darauf das der grüne Schalter der Hauptschalter ist der direkt mit 230V versorgt grü leuchtet. WENN das so ist, dann kommt der Strom aber vermutlich nicht am Verdichter an. Das kann eine Sicherung sein, aber auch wie schon geschrieben das Anlaufrelais. Ohne mal ein Multimeter anzulegen wird das schwer werden, aber da muss man wissen was man tut, 230V sind lebensgefährlich.


    Aber ich tippe bei Deinem Kompressor auf interne Sicherung oder Alaufrelais. Würde der Kolben festsitzen würde es sich irgendwo was erwärmen, stinken oder brummen. Vermutlich hat das Hausnetz eher Deinen Kompressor mitgegrillt. 135W Motoren können nämlich eher selten geug Ampere ziehen um me ganze Hauswad lahm zu legen, ausser es gab im Gerät selbst einen Kurzschluss. Dann wäre bei Dir daheim aber auch die Sicherung geflogen.

    Finger weg vom Schweissgerät. Wenn ein Loch wegen Korrosion da ist, dann ist auch das umliegende Metall korrodiert. Selbst WENN man das Loch dicht bekommt, ist flugs ein neues da.


    Wer basteln möchte bekommt für 30,- Euro den Standard 3 Liter Tank hier: http://www.wiltec.de/airbrush-…-druckbehalter-as189.html




    Mit neuen Gewindefittingen und Überdruckventil teurer hier: http://www.h-haider.de/5723.htm





    Helferlein


    Wenn Du handwerklich begabt bist, kannst Du auch einfach 2mm Blech nehmen und dieses partiell glühend mit dem Hammer über ein Prelleisen tiefziehen bis Du eine Hälfte des Tanks hast. Das ganze wiederholen und verschweissen. Treiben geht nicht da der Stahl dann zu dünn wird. Klöppelböden in richtiger Größe mit einem Stück Rohr verschweissen, so 4-5mm Wandstärke geht natürlich auch und hält ewig. Habe ich bei meinem Werkstattkompressor gemacht. Aber nie vergessen mit min. 2 Bar mehr Wasser abzudrücken als später genutzt wird.

    Ich denke er meinte das er einen leisen Kühlschrank Verdichter auf einen Baumarktkompressor setzen möchte, das ist die einfachste Variante des Selbstbaus. Da reichen die 79,- Euro Teile super aus.



    Ich habe mir in der Nachtschicht-Pause mein Tutorial angesehen und etwas dara weiter gearbeitet. Mir fehlen vorallem noch Bilder von den verschiedesten Baumöglichkeiten ud natürlich die Rechte zur Nutzung daran. Insbesondere Druckkessel aus Feuerlöschern, Verbindugsmöglichkeiten, evtl. Druckkörper aus Plastikflaschen etc, alles schon hier mal gesehen. Bisher habe ich nur von einem freundlichem Mitglied Bilder bekommen. Textlich ist alles fertig geschrieben, das pdf ist aber bereits jetzt 15MB groß.



    Frage an die Admins, wenn es fertig ist, soll/kann es hier im Forum fest gespeichert werden zum Abruf?

    Da hast Du wirklich Glück gehabt. Wenn Du mal wieder was bekommen kannst, nehm ich Dir bei dem Preis gerne bis zu 3 Exemplare pro Teil ab :). Momentan sind die Preise für gebrauchte Verdichter bei ebay wieder bei 40,- Euro. So viel Geld geb ich für den reinen Bastelspass nicht aus. Schon allein weil der Verkauf von gebrauchten selbstgebauten Kompresoren hier nicht erlaubt ist.

    Bei uns war nichts zu machen beim Recyclinghof. Dort standen die Teile zwar rum, aber verkauft wurde nichts, Firmenpolitik.
    Auch bei Feuerlöschern dasselbe Spiel. Auf dem Hof standen zich Stück herum für den Metallschrott, zu alte Technik. Aber verkaufen tut da keiner auch nur einen, selbst wenn man ihnen weit mehr als den Schrottpreis zahlen möchte.


    Was bedeutet für Dich denn Obulus? Für 30,- gibts ja auch welche bei ebay. Für nen Fünfer das Stück wurd ich mir auch gleich wieder 3 Stück holen, ich habe noch ausgemusterte Mini-Feuerlöscher bekommen als Drucktank.

    Ruf mal bei airbrush4you an und frag wie sies verpacken, werden Sie Dir sicher gerne verraten. Normalerweise sollten auch Frauen 20Kg tragen können, wenn nicht, hat sie sich den falschen Job ausgesucht. Ich komme aus dem Zustellgewerbe und weiss das dort alle Mädels auch 20Kg heben können, also keine Panik.


    Was ich sagen wollte ist, das die Ansaugleistung völlig egal ist. Wichtig ist was am Ende davon im Tank landet, also die Förderleistung. Die wird aber so gut wie niemals genannt, weil diese Zahl kleiner ist als die Ansaugleistung, und Menschen immer genau das Produkt kaufen das höhere Werte hat.
    Bei Kameras wird nur auf die Anzahl der Megapixel geachtet, nicht auf die Größe des Fotochips. Der ist nämlich fast immer zu klein für so viele MP und erzeugt so Bildrauschen.
    Und wenn ein Händler den Kompressor mit 24l Normleistung oder Ansaugleistung bewirbt, und der ehrliche 2. Händler dasselbe Modell mit 8l, Fördermenge, wer denkst Du wird den Kompressor am Ende verkaufen?




    Zum Kompressorbau:
    Abgesehen von den mechanischen Problemen um alle Teile miteinander zu verbinden, muss man auch elektrisches Grundwissen haben. Der Kühlschrankverdichter wird normalerweise von einem Thermostaten im Kühlschrank gesteuert. Diese Kabelverbindung muss man kurzschließen, damit der Verdichter überhaupt läuft. Dann muss man den Verdichter an den Druckschalter anschließen und selbigen via Schukostecker ans Stromnetz. Für mich kein Problem, ich habe auch mein Haus selber neu verdrahtet und baue sonst auch schwere Drehstrom-Maschinen...
    Aber ich erlebe es öfter in meinem Bekanntenkreis das an Steckdosen gefummelt wird ohne die Sicherung rauszudrehen, oder die Erde bw. den PE Schutzleiter einfach nicht benutzt.


    Das kann wirklich, WIRKLICH böse ins Auge gehen, immerhin haben wir am Kompressor überall Metallteile. Schon alleine deswegen muss man sich höllisch überlegen was man wie im Tutorial schreibt. Ich habe derzeit ein Gewissensdilemma. Wen ich das Tutorial kurz schreibe, dann fehlen viele sicherheitsrelevante Dinge. Schreibe ichs ausführlich, wirds eh nicht vollständig gelesen und irgendwer röstet sich dann doch selber.



    Ich habe mir schon oft anhören müssen, das man die Sachen die ich baue nicht selber bauen kann, darf oder sollte, und diese Vorurteile basieren ja immer auf mindestens einen ders total verbockt hat. Die Dummheit der Menschen kennt keine Grenzen und ich liebe die Darwin Awards.


    Aus meinem Bekanntenkreis fummelt auch keiner an Strom rum, weil sie alle schon mal nen Schlag bekommen haben... Aber nunja, wer testet ob ein Kabel unter Spannung steht indem er mal kurz gegen das Kupfer tippt... Es ist eben kein Weidezaun unter Strom...




    Eines will ich aber och loswerden. Es gibt im Internet ja geug "halbherzige" Bauanleitungen. Ich habe damals die Anleitung von Herrn Haider benutzt:
    http://www.h-haider.de/bauanleitung.pdf


    Ein paar Dinge habe ich anders gemacht, so bin ich der Meinung das die Druckentlastungsleitung nicht erforderlich ist. Bei Baumarktkompressoren macht sie Sinn, aber der Kühlschrankverdichter kann immens mehr Druck als 6 Bar erzeugen und hat keinen Problem gegen 4 Bar anzufangen zu pumpen. Auch das Rückschlagventil habe ich weggelassen da der Verdichter von selbst dicht genug ist. Aus diesem Grund kann man auch auf das T-Stück verzichten. Das Sicherheitsventil habe ich einfach in ein Gewinde des Druckschalters geschraubt.
    Die Anleitung ist aber auch schon etwas älter, so bekommt man die Kompressoraggregate def. NICHT mehr auf dem Schrottplatz. Durch den hohen Kupferanteil werden sie selbst verwertet. Verschwende keine Zeit mit der Suche nach einem Verdichter auf der Straße. Entweder hast Du einen ausrangierten Kühlschrank parat, holst selber einen aus den Kleinanzeigen ab zum Ausschlachten oder investierst 30 bis 40 Euro bei ebay.


    Bei dem Öl war ich sogar echt schlampig. Ein Kompressor hat gar kein Öl bekommen sondern nutzt das Schmiermittel was auch im Kühlschrank verwendet wurde, ist ja nicht alles flüchtig. Ein anderer hat Automatikgetriebeöl drin, und der dritte 10W40 Motoröl. Bisher hatte ich nie ein Problem. Beim Selbstbau kannst Du allerdings ohne Probleme für 30,- Euro den Verdichter gegen einen anderen ersetzen, sollte er jemals kaputt gehen.

    Momentan ersticke ich vor Arbeit, das Tutorial, wenn ich es jemals fertig kriege, soll umfangreich sein. Es gibt wie Du schon festgestellt hast eine Menge halbheriger Anleitungen, vermutlich aus dem Grund das sie nur von den Leuten verstanden werden sollen die wissen was sie tun. Man muss sich vo dem Gedanken verabschieden das man nur passende Teile zusammensteckt und fertig. Man kombiniert fremde Teile die nicht für den Zweck gebaut wurden, mit unpassenden Verbindungsleitungen zueinander zu einer völlig neuen Maschine. Die meisten können nicht einmal die Verbindungen realisieren, wenn sie selbst Adapter anfertigen, Gewinde schneiden, schweissen oder löten müssen.



    Die Ansaugleistung ist die Menge an Luft die vom Verdichter von Außen IN den Verdichter gesaugt wird. Dort wird diese Menge an Luft in einem Zylinder vom Kolben über einen Kanal mit viel kleinerem Querschnitt als der Zylinder gepresst, um einen Tank eben mit gepresster Luft zu füllen. Dabei geht aber Luft verloren, die an undichten Stellen vor oder während des Pressens entweicht und NICHT in den Druckkessel GEFÖRDERT wird.
    So kann es also sein das der Chinakompressor 24l pro Minute ansaugt, aber nur 8 Liter pro Minute in den Tank befördert. Somit stehen uns auch nur 8l pro Minute zum sprühen zur Verfügung.


    Ein Video zum Kompressorbau wird es von mir wohl nie geben, ich bin Deutscher und von daher Bürger des Landes mit dem langsamsten Internet Europas. Mein Upload liegt so bei 6Kb/sek., der Handyempfang ist schlecht und wie ein 3G Signal aussieht kennt mein Smartphone nur aus Ballungsgebieten. Hier wo ich wohne kann man während der Fahrt nicht mal telefonieren da die Funklöcher größer sind als die Stellen wo man telefonieren kann. LTE halten wir auch für ein Gerücht ;)

    Die Sprühzeiten sind wirklich nur theoretisch berechnet für den Fall das man große Düsendurchmeser zum Grundieren benutzt. Bei 0,2 oder 0,3mm Düsen hat man in der Praxis immer genug Luft da man öfter an- und absetzt und der Kompressor dann locker mithält.
    Was das Grundieren angeht, ich habe eine 0,8mm Mini HVLP, allerdings noch nie benutzt, und eine 0,5mm Außenmischungspistole mit Saugglas. Die benutze ich öfters zum Grundieren, Klarlacken oder Latexmilch versprühen. Für diese Pistole brauche ich dann tatsächlich meinen etwas größeren Tank. Man könnte stattdessen aber auch Farbsprühdosen verwenden, Sprühbild und Fläche sind exakt gleich.


    Ich habe meine 3 Kompressoren noch mit Standard Schnellkupplungen versehen, um auch normale Werkzeuge zum Reifenaufpumpen etc. nutzen zu können, aber auch um die 3 Kompressoren untereinander zu verbinden. Dann kann man Förderleistung und Tankvolumen aller Kompressoren gleichzeitig nutzen. Die Synchronisation der 3 Druckminderer auf ein praktisch nutzbares Maß hat nur eine halbe Stunde gedauert. Hatte mal gedacht das ich die Mini HVLP öfters brauchen würde, dem war aber nicht so, dann nehm ich doch einfach nen kleinen Baumarktkompressor.



    Der Ölverdichter ist leise, viel leiser als das Zischen der Luft aus der Pistole, und etwas erschrecken könnte man sich beim lauten "KLACK" des Druckschalters. Das Klacken ist während des Sprühens das einzige was ich neben dem Luftzischen höre. 4L Tanks haben den Vorteil das man den Kompressor luftgefüllt auch unabhängig vom Stromnetz mit nach draußen nehmen kann um staubige Teile auszublasen, Flusenfilter vom Trockner, Staubsaugerfilter. Ebenso kann man Fahrradreifen aufpumpen, Lackschäden durch Beilackierung ausbessern. Brauchen tut man einen 4l Tank ansonsten fürs einfache Brushen eigentlich nicht, zumindest meine Meinung. Ich blase öfter PC und Beamer draussen aus, oder einmal jährlich den Ventilator, dann freu ich mich bei mir über den großen Tank.

    Das mit den Sicherheitsventilen ist auch die eine Sache die oft vergessen wird, zudem kosten die Teile einzelnd relativ viel Geld, weswegen ich immer alte Kompressoren ausgeschlachtet habe. Die besseren Sicherheitsventile sind einstellbar. So habe ich z.B. einen Tank auf 8 Bar mit Wasser drin getestet, das Sicherheitsventil auf 7 Bar eingestellt und den Druckschalter auf 6 Bar Abschaltdruck.
    Der Druck ist auch ein wichtiger Faktor beim Tankinhalt. Die Billigteile gehen bis 4 Bar, bei 2.5l Tank. Wir sprühen meist bei 1,6 bis 2 Bar, alles darunter ist für uns nicht nutzbar. Wir haben also nur 2 Bar Überdruck im Tank zum sprühen. 2x2,5= 5 Liter Luft.


    Herr Haider hat eine konservative grobe Tabelle zum Luftverbrauch erstellt, ich zitiere:
    "
    Düsengröße 0,2mm - 17 Liter/Minute
    Düsengröße 0,3mm - 20 Liter/Minute
    Düsengröße 0,4mm - 30 Liter/Minute
    Düsengröße 0,5mm - 50 Liter/Minute
    " Zitat Ende


    Meistens ist es etwas weniger, aber Du merkst das bei 30l pro Minute der Pistole und 5l Luft im Tank Du nur etwa 10 Sekunden kontinuierlich sprühen kannst. Da der Verdichter ja auch noch dabei läuft, sinds vielleicht eher 12 Sekunden, aber zum Grundieren wirds da wirklich etwas eng, vorallem wenn die reale Fördermenge durch Abrieb und Alter bei nur noch etwa 2.4l/min liegt.


    Der Werther 20D hat 6 Bar bei 4l Tank. Das sind 16l nutzbare Luft, also mehr als das dreifache, zudem konstante Fördermenge. Damit sollte man etwa 40 Sekunden durchsprühen können, alles theoretisch, aber der Unterschied ist bemerkbar.


    Für den Gelegenheitssprüher von Figürchen ist das alles recht uninteressant, deswegen verteufel ich die Chinateile nicht generell. Sie sind nicht gut, aber mit etwas Pflege und Wartung ausreichend zum Figuren bemalen. Zum anspruchsvollen Arbeiten sind die aber eben nichts.




    Ich habe in einem anderen Forum mal einen interessanten Vergleich mit Wartungsanleitung gepostet:


    https://www.gw-fanworld.net/sh…-1x1-des-Airbrush/page154

    Ich habe mich etwas intensiver mit den Kompressoren allgemein befasst, arbeite immer noch an einem Tutorial, nur fehlt mir einfach die Zeit.



    Insgesamt kann man sagen, das die billigen Chinakompressoren in meinen Augen nichts sind für Leute mit zwei linken Händen. Egal wie groß der Tank, das Modell kommt wie gesagt immer aus derselben Fabrik, mal mit, mal ohne Tank, mal nackt, mal mit Blechkasten umzu.
    Die Teile sind nicht sonderlich laut, zumindest im Vergleich zu Baumarktkompressoren, aber man hört sie. Vorallem hört man sie "wummern", wie einen kleinen Subwoofer, und das auch in die nächsten Zimmer hinein. Wenn man lärmpingelige Nachbarn hat, sollte man das bedenken.
    Diese ölfreien Kompresoren werden als wartungsfrei bezeichnet, aber das ist schlicht und einfach gelogen. Genau so könnte man sagen, ein Auto ist wartungsfrei, es fährt bis es eben kaputt ist...


    Der Kolben hat eine Gummidichtung, diese Dichtung reibt mit jedem Hub an der Zylinderwand. Dadurch entsteht auch die große Hitzeentwicklung dieser Kompressorenart und die größere Menge an Kondenswasser. Vorallem wird aber ABRIEB erzeugt. Dieser Abrieb bleibt an den Zylinderwänden hängen, erhöht den Dichtungsverschleiß, steigert die Reibungswärme, und wirkt wie ein Turbolader auf den Verschleiß. Vorallem die Leistung sinkt aber mit steigendem Abrieb.


    Ich habe so ein fertiges Modell (fertig allerspätestens nach 2 Jahren) geschenkt bekommen und zerlegt. Wenn man alle Teile mit Isopropanol reinigt, das Gummirückschlagventil ebenfalls etwas durchwalkt und gereinigt einsetzt, das Rückschlag-Federblech leicht zurück biegt, dann ist der Kompressor wieder fast wie neu, aber das müsste man regelmäßig machen, so alle 2-3 Monate bei gelegentlicher Nutzung.
    Werkzeug: Imbußschlüssel, Kreuzschraubendreher, Isopropanol, Küchentuch
    Zeit: 10 Minuten



    Wichtiger ist aber der Tank. Der ist der geplanten Obsoleszenz geschuldet nur aus max 1mm innen unbeschichteten Stahlblechs. Das Wasserablassventil ist so verbaut das man nicht das ganze Wasser ablassen KANN. So verbleibt IMMER ein Rest Wasser im Tank der zu Rostschlamm wird. Das Zerfrisst den Tank auch bei Nichtbenutzung sicher in 2 Jahren auf der Unterseite. Irgendwann bläßt er durch ein stecknadelgroßes Loch den Mist auf Deinen Tisch. Dann kann man immer noch ohne Tank damit arbeiten, einen neuen Tank zu kaufen lohnt nicht. Mit einem 3m langem Schlauch ist das System dann zumindest noch zu gebrauchen.




    Ein ölbetriebener Kompressor ist schwerer, erzeugt aber weniger Hitze, somit weniger Kondenswasser und der Tank lebt allein deswegen etwas länger. Er braucht eigentlich bei normaler Nutzung kein nachgefülltes Öl, da kann man besser alle 2 Jahre bei reger Nutzung einen Ölwechsel machen. Die Verdichter selbst sind abgesehen vom Öl anspruchslos, halten die Fördermenge auch bei 6 Bar Druck konstant, im Gegensatz zum ölfreiem Kompressor dessen Fördermenge gerade ab 4 Bar signifikant sinkt.




    Ich würde einen Kompressor nur selber bauen wenn ich das meiste günstig oder kostenlos bekomme. Einen Verdichter bekommt man für ca 30,- Euro aus dem großen Auktionshaus, ebenso einen Druckminderer für ca 10 bis 15 Euro. Kleinkram kommt auf weitere 10 Euro, und man hat noch nicht mal einen Tank. Für 100,- Euro ist es möglich alles inklusive Tank zu bekommen, aber dann mus man wissen was man tut um nicht nur die Materialien zu verbrauchen.


    Einfacher ists meist einen kleinen Baumarktkompresor zu nehmen und dessen Verdichter gegen einen Kühlschrankverdichter zu tauschen. Ich habe kostenlos einen Kühlschrank ausgeschlachtet, einen Tank selber gebaut, einmal auch einen Feuerlöscher umgebaut und kam so auf 30,- bis 40,- Euro pro Kompressor. Aber gerade beim Tankselbstbau muss man WIRKLICH wissen was man tut, Druckprüfung mit Wasser sollte einem nicht fremd sein usw.

    Das bei 0,5mm mehr Farbe rauskommt als bei 0,2mm ist klar und auch so gewollt. Spucken sollte es allerdings nicht. Das hört sich für mich eher nach einer zugesetzten Düse an. Die Düse muss wirklich frei sein. Billigpistolen setzen sich oft schneller zu als Markenpistolen, aber vorallem das regelmäßige abwischen der Düsennadel verzögert das Zusetzen der Düse enorm. Auch die Konsistenz der Farbe muss stimmen, sie sollte wie Milch fließen und am Glasrand ablaufen. Dicker ist nicht gut, dünner deckt eifach nur weniger.

    Meine persönliche Meinung ist, das es sich nicht lohnt, 24l sind einfach zu viel. Ich halte 4-6 Liter für optimal im Airbrushbereich. Du könntest den Kompressor und den 24l Tank mit Schnellkupplungen versehen und so schnell an oder abstecken. Allerdings ist der einzige Verwendungszweck für so viele Liter das großfläche Grundieren/Lackieren mit einer Mini HVLP.

    Na also geht doch, ist ja alles keine Hexerei, freut mich.


    Die Idee mit dem Luftfilter ist auch nett. Ich habe bei meinen Kompressoren diese gelben Ü-Eier benutzt. Auf einer Seite ein Loch im Durchmesser des Ansaugrohres, auf der anderen Seite etwa 10x 1,5mm Löcher. Dann das Inneres des Eis mit Topfschwamm gefüllt. Dieses kleinen Filter habe ich dann mit dem großen Loch auf das Ansaugrohr gesteckt und mit Heißkleber fixiert.
    Das hat den Vorteil das ich das Ei aufklappen und den Schwamm entfernen und auswaschen kann. Zudem kann ich dann das aufgeklebte aufgeklappte Ei als Trichter zum Öl nachfüllen verwenden.




    Du solltest jetzt nur noch die Temperatur des Kompressors im Auge behalten. Solange genug Öl drin ist, werden sie bei normaler Airbrushnutzung kaum mehr als Handwarm, also etwa 40 Grad. Auch wenn der Verdichter wärmer wird als Handwarm (beim Handaufleben ist es unangenehm warm oder sogar schmerzhaft warm), kühlt das Metall des Tanks die geförderte Luft herunter und das Kondensat sollte im Tank bleiben. Wenn auch der Tank warm werden sollte, dann solltest Du noch einen Schlauch, am besten einen Spiralschlauch zwischen Druckminderer mit Abscheider und Kompressor setzen, da der Abscheider nur kondensiertes flüssiges Wasser abscheiden kann, jedoch kein gasförmiges gelöst in warmer feuchter Druckluft.
    Bisher war das aber bei keinem meiner ölgeschmierten Kompressoren nötig da sie kaum warm genug werden.


    Viel Spaß beim Sprühen


    Hellhamster

    Du kannst jeden Druckminderer nehmen den Du möchtest, es muss nur auch einer sein. Die ganz billigen für 6-8 Euro sind ur Durchflussbegrenzer und bringens nicht richtig gut, sind nur sehr bedigt nutzbar.


    Vom Prinzip brauchs Du also einen Druckminderer, der hat eine Eingangs- und eine Ausgangsöffnung, gekennzeichnet mit einem feil auf dem Gehäuse der die Flussrichtung vorgibt. Die Gewinde werden 1/4" sein. In den Eingang schraubst Du die pasenden 1/4" Schnellkupplung, also den "männlichen" Teil der in das bereits kompressorseitige verbaute "weibliche" Teil passt. Gibts bei ebay oder in jedem Baumarkt.


    In das Gewinde der Ausgangsöffnung brauchst Du allerdings ein Reduzierstück von 1/4" auf 1/8"(Airbrush-Standard). Dort kannst Du dann den Schlauch anschließen.


    Jetzt kannst Du den Druckminderer direkt an den Kompressor hängen, oder auch dazwischen einen Schlauch setzen, dieser Schlauch muss dann einfach nur wieder die entsprechenden Schnellkupplungen aufweisen.


    Mit dieser Konstruktion kannst Du den Druckminderer abnehmen und auch mal eine Ausblaspistole etc. an den Kompressor hängen. Du kannst natürlich auch die bereits kompressorseitig montierte Schnellkupplung entfernen und den Druckinderer mit einem 1/4" Doppelnippel fest am Kompressor montieren.





    Ich verwende dieses günstige Modell sehr oft, es ist billig, aber es ging an keinem Kompressor in 2 Jahren kaputt.
    http://www.ebay.de/itm/1-4-DRU…77af39:g:~hAAAOSwWnFV-x8O

    Ein Spray-out-Behälter ist sinnvoll, kann man kaufen oder sich selber bauen aus einem Schraubglas. Mehr als das aufgezählte habe ich noch nie benutzt.

    Hallo,
    eigentlich brauchst Du nicht zwinged ein Reinigungset. Ich nutze ein paar Wattestäbchen für den Farbbecher und den Body, dazu Haushaltsrollenpapier. Als Reiniger nehme ich das am wenigsten agressivste Lösungsmittel. Bei Acrylfarben also Isopropanol.


    Schau einfach nach was als Lösungsmittel für Deine Farbe angegeben ist und gut ist.



    Da wir nicht wissen wie groß der Düsendurchmesser ist, kann Dir wohl keiner Vorschläge machen. Einige reinigen ihre Düse mit Dentalbürsten, bei 0,2mm Düse passen die aber nicht durch. Andere nutzen Reiigungsnadeln für ihre Düsen, ich nutze vorsichtig meine original Nadel der Airbrush.